Biographie

VIKTOR E. FRANKL

V. Frankl war Professor für Neurologie und Psychiatrie an der Universität Wien, hatte aber auch Professuren an der Harvard University sowie an Universitäten in Dallas und Pittsburgh inne. Die U.S. International University (später Alliant University) in Kalifornien errichtete eigens für ihn eine Professur für Logotherapie – das ist die von Frankl geschaffene Psychotherapierichtung, auch die “Dritte Wiener Richtung” genannt (nach der Psychoanalyse von Sigmund Freud und der Individualpsychologie von Alfred Adler). Von Universitäten in aller Welt wurden ihm 29 Ehrendoktorate verliehen.

 

Die Amerikanische Psychiatriegesellschaft verlieh Frankl als erstem nicht-amerikanischen Psychiater den Oskar Pfister-Preis – benannt nach einem Schüler von Sigmund Freud -, und die Österreichische Akademie der Wissenschaften wählte ihn zu ihrem Ehrenmitglied.

 

Seine 39 Bücher sind bisher (2015) in 45 Sprachen erschienen. Von einem einzigen unter diesen Büchern, “Man’s Search for Meaning”, waren bis 1997 weit über neun Millionen Exemplare erschienen. Laut Library of Congress (Washington) ist es “one of the ten most influential books in America”. Und die Leser der japanischen Tageszeitung “Yomiuri Shimbun” wählten “Man’s Search for Meaning” als “one of the ten books to be passed to the twenty-first century” (Yomiuri Shimbun, Tokyo, 2000/11/30). Auf Deutsch ist das Buch erhältlich unter dem Titel “… trotzdem Ja zum Leben sagen (Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager)”.

 

Darüber hinaus sei von seinen deutsch erschienenen Büchern erwähnt „Der Mensch vor der Frage nach dem Sinn (Eine Auswahl aus dem Gesamtwerk)”. Die letzten beiden Bücher, deren Veröffentlichung er noch erlebte, sind „Was nicht in meinen Büchern steht” (engl. “Viktor Frankl – Recollections”) und “Man’s Search for Ultimate Meaning”.

 

Frankl wurde zu Vorträgen an 209 Universitäten in allen 5 Erdteilen eingeladen.

 

1940 bis 1942 war Frankl Leiter der Neurologischen Station des Rothschild-Spitals und 1946 bis 1970 Vorstand der Wiener Neurologischen Poliklinik.

 

1995 wurde Frankl zum Ehrenbürger der Stadt Wien ernannt.

 

Frankl war Inhaber des Solo Flight Certificate und des Bergführer-Abzeichens des Alpenvereins Donauland. Drei schwierige Klettersteige (Rax und Peilstein) wurden nach ihm benannt.

 

Textquelle: Viktor Frankl Institut, Wien