Wirtschafts- und Arbeitspsychotherapie ist ein
Teilgebiet der wissenschaftlich-psychotherapeutischen Leistungen.
Diese Zusatzqualifikation wird in einer curricularen Weiterbildung
erworben, welche die
Teilbereiche der Betriebswirtschaft, Organisations- und Personalentwicklung
und Organisations- und Arbeitspsychologie umfasst.
Die Leistungserbringung erfolgt eigenverantwortlich nach spezifischer
Ausbildung gemäß einer gesetzlich anerkannten psychotherapeutischen
Behandlungsmethode. Diese Ausbildung findet im Rahmen einer
professionellen Interaktion und Beziehung zwischen einem oder
mehreren zu Behandelnden (KundInnen, KlientInnen, Organisationen)
und PsychotherapeutInnen statt. Die Wirtschafts- und Arbeitspsychotherapie
hat zum Ziel, psychosoziale oder psychosomatische, inter- und
intrapsychische sowie inter- und intrasozial-kommunikativ bedingte
Fragestellungen in und aus dem Wirtschafts- und Arbeitskontext
zu besprechen,
zu reflektieren und darüber zu beraten.
Dabei sollen bereits bestehende Symptome,
belastende Leidenszustände, nicht hilfreiche Verhaltensweisen
und Einstellungen gemildert oder beseitigt werden, um Entwicklung,
Reifung, Gesundheit sowie Sozial- und Selbstkompetenz des Individuums
wiederherzustellen, zu erhalten oder zu fördern, damit
den Anforderungen der sich stets ändernden Rahmenbedingungen
in der Wirtschafts- und Arbeitswelt Rechnung getragen wird.