Rehumanisierung der Arbeitswelt: eine Herausforderung
Seelische Gesundheit ist die Voraussetzung dafür, dass die Anforderungen des Marktes überhaupt erfüllt werden können. Arbeit muss wieder jene Bedeutung bekommen, die sie ursprünglich besaß: Arbeit ist Identitätsstiftung und –gewinnung. Arbeit bietet Chancen zur Sinnfindung und zur Sinnentfaltung. Dazu ist ein Paradigmenwechsel im Human Resource Management nötig!
Die Herausforderung lautet: Rehumanisieren wir die Arbeitswelt! Fördern wir Entfaltungsmöglichkeiten in der Arbeit! Leben wir soziale Anerkennung proaktiv! Erwerben wir uns lebensdienliche Einstellungen bei unveränderlichen Arbeitssituationen!
Wege aus der Sinnkrise
Frankls Ansatz ist eine enorme Bereicherung für eine Managementwelt, die nicht nur die Herausforderungen der wirtschaftlichen Dynamik mit den sich ständig ändernden Rahmenbedingungen zu bewältigen hat, sondern vor allem eine tickende Zeitbombe entschärfen muss: den drohenden Werteverlust mit den einhergehenden stressfördernden Gewissenskonflikten. Kennzeichen der sinnorientierten Managementgrundhaltung sind:
 |
Am Anfang steht ein verändertes Menschenbild. Nicht das Lust- und Machtprinzip sind dominante Motivatoren, sondern der Wille zum Sinn. |
 |
Werte und Sinn werden mit den MitarbeiterInnen gemeinsam gesucht, bestimmt und ausgelebt. |
 |
Führungspersonen kennen eine konkrete Aufgabe und wissen um eine Mission: Nicht - warum gibt es unser Unternehmen, sondern wozu? |
 |
Die Grenzen des Denkens werden ausgedehnt. Verantwortung, die von einer verinnerlichten und überlegten Ethik geleitet und begleitet wird, erfährt im persönlichen, unternehmerischen Leben und Denken eine stärkere Betonung. |
 |
Sowohl-als-auch-Denken tritt anstelle von Entweder-oder-Denken. |
 |
Das Denken ist interdisziplinär und mehrdimensional. |
|