Vorwort
Mensch sein heißt ja niemals, nun einmal so und nicht anders sein müssen.
Mensch sein heißt immer, immer auch anders werden können.
Und diese Fähigkeit zur Selbstgestaltung, ja zur Selbstumgestaltung, diese
Fähigkeit, über sich selbst hinauszuwachsen, darf ich niemandem absprechen.
Viktor E. Frankl
Ist die Wirtschaft, ist das Management, sind die ArbeiterInnen und Angestellten wirklich schon so erschöpft, ausgebrannt, orientierungs- und hilflos, dass sie einer Psychotherapie bedürfen?
Können Menschen in der Arbeitswelt ein psychotherapeutisches Angebot überhaupt gebrauchen?
Und wenn es somit eine Klientin „Wirtschaft“ gibt: Kann die Psychotherapie für ManagerInnen, für Personalverantwortliche
und UnternehmerInnen überhaupt nützlich sein?

Alle drei Fragen sind mit einem klaren Ja zu beantworten. Nicht nur die in diesem Buch (Kap. 8) dokumentierte Studie
(GRAF, GROTE 2003), sondern auch andere wissenschaftliche Erkenntnisse belegen zur Genüge, dass die psychosozialen
Belastungen und psychosomatischen Beschwerden auf allen Hierarchie-Ebenen und in allen Berufszweigen ein bedenkliches
Ausmaß erreicht haben. Somit ist es auch nicht verwunderlich, dass die Anzahl jener Personalverantwortlichen drastisch steigt,
die nicht nur einen ganzheitlichen Ansatz in der Personalführung fordern, sondern auch der Sinnfrage - landläufig mit der Motivationsfrage gleichgesetzt – immer mehr Aufmerksamkeit schenken.


 
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